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2
Feb
2010

Wie streitet man richtig?

Die Frage ist natürlich insofern blöd, weil ich, wenn ich denn schon streite, mich dabei meist auch aufrege und eher weniger sachlich nüchtern überlege, ob ich das nun "richtig" anstelle. Vor allem, wenn der Streit eher einem Gefühl entspringt und gar nicht so perfekt mit sachlichen Argumenten unterlegt werden kann. Eine meiner Freundinnen wirft im Fall des Falles durchaus auch mal mit Geschirr. Sehr unsachlich, aber durchaus Ärger abbauend und damit auch irgendwie heilsam! Liegt mir nicht so recht, könnte man aber mal probieren. Muss ja nicht gleich wie bei Frau Xanthippe zugehen, die Herrn Sokrates gegenüber da wenig zurückhaltend gewesen sein soll (und ganz im Unrecht war sie sicher auch nicht immer). Um etwas bemühe ich mich im Streitfall dann aber doch: Nicht zu persönlich zu werden, nicht so sehr zu verletzen, dass es irreparabel ist, wenn die Wut dann wieder abgeklungen ist. Jemanden im akuten Ärger komplett in die Wüste zu schicken, als Mensch insgesamt infrage zu stellen, ist irreparabel schlimm. Dann doch mal lieber auf die Zunge beißen (die eigene). Versöhnung kann ja auch schön sein.

Streiten Männer eigentlich grundsätzlich sachlicher als Frauen oder lassen sie sich auch einmal nur vom Gefühl leiten?

???

- Wenn Sie möchten, schicke ich Ihnen den Text auch gern als Datei per eMail!

- Ach ja, das wäre nett. Könnte ich ihn bitte in zweifacher Ausfertigung bekommen?

25
Jan
2010

.

Ganz ohne ist es auch blöd.

31
Dez
2009

Das mal so zum Schluss...

Kein Requiem, kein umfassender Rückblick - aber ein Dankeschön an das entschwindende Jahr! Du warst nicht das schlechteste Jahr, 2009, und Du hattest besonders schöne und wertvolle Momente (über die anderen reden wir jetzt einfach mal nicht). Wenn es nach mir ginge, könnte Dein Geist noch ein bisschen weiterwirken. Und Deinetwegen freue ich mich auch auf 2010.

Zum Geburtstag wird man meist so bewünscht, dass man gar nicht dazu kommt, sich selbst etwas zu wünschen (und außerdem habe ich gerade keine Lust, bis zum Sommer zu warten). Insofern ist das Jahresende, der Jahresanfang dafür schon eine ganz gute Gelegenheit. So wünsche ich mir also, dass ich meine innere Freude behalte. Dass ich mich nicht von gelegentlichen kleinmütigen Anfällen in die Ecke treiben lasse (und dass mir anderenfalls jemand Besonderes weiterhin freundlich in den Hintern tritt und sich von meinem Lamentieren nicht beirren lässt). Und dann sehen wir weiter... Okay?

Mein Blog ist ziemlich vernachlässigt, ich weiß noch nicht so recht, wie ich das hier weiterbetreiben will. Hin und wieder habe ich schon überlegt, die Fensterläden ganz zu schließen, konnte mich aber doch nicht dazu durchringen. Und das vorwiegend der Blognachbarn wegen. Virtuell hin oder her - hinter jedem Blog steht auch ein Mensch. Und sehr viele der Nachbarn sind mir auf eine sympathische Art vertraut (auch wenn ich nicht überall kommentiere oder bei einigen nur selten mal). Der eine oder andere Beitrag schickt mich auch schon mal mit einem Lächeln ins Bett, auch wenn der Tag ansonsten für den wenig erfreulich war. Und das ist doch schon was!

Also vielen Dank, liebe Blognachbarn, auf ein Wiederlesen im neuen Jahr - und alles Gute für Euch!


silvester_sektglas_prost_animiert

28
Dez
2009

Äh...

Nachdem ich eine Woche eher mehr als weniger im Bett verbrachte, und es war kein Bettaufenthalt der angenehmen Art, frage ich mich augenreibend gerade: Habe ich was verpasst??

17
Dez
2009

Die Morgenblicke

Schneekalte klare Luft, die den Kopf reinigt. Die Spuren einer Amsel, die als erste ihren Weg durch den frischen Schnee suchte und filigrane Einkerbungen hinterließ. Ich werde später noch Äpfel auslegen. Meist dauert es dann gar nicht lange, bis die Amseln sich darum streiten – erst vorsichtig heranhüpfend, mit schief gehaltenem Kopf aus einem Auge schauend, ob nicht etwa doch ein gefährlicher Haken an der Sache sei, dann zunehmend kecker und leichtsinniger. Die Katze muss ich gar nicht erst verwarnen: Abgesehen davon, dass sie zum Glück zu doof ist, einen Vogel zu erwischen, hat sie auch die denkbar schlechteste Tarnfarbe für solches Schneewetter.
Um diese vormittägliche Zeit ist alles irgendwie erstarrt, kältestarr und winterschlafend. Und auch der blinkende Weihnachtsalarm an manchem Nachbarhaus verhält sich noch unauffällig – bis zum Abend, wenn dann rot-gelb-grün aufblitzende Lämpchen gewaltsam die Zeit der Besinnlichkeit ins Hirn hämmern wollen.
Die schönsten Momente: In der Sonne glitzernder Schnee. Diese ganz eigene Stille klarer Gedanken in der Frostluft. Und: Aus der Kälte wieder ins Haus kommen, sich von der Wärme einhüllen lassen, die kalten Hände an die Ofenkacheln legen - ein Lebendiggefühl.

winterspur

25
Nov
2009

Kaleidoskop

Als Kind liebte ich diese Kaleidoskope sehr - man schaute hinein, schüttelte leicht und schon formten sich symmetrische Bilder, die aus Perlen und glitzernden Edelsteinen zu bestehen schienen, ein geheimnisvoller Schatz, der ständig neue verlockende Formen annahm, die Illusion von etwas ganz Wunderbarem. Insgeheim hielt ich es auch für eine besondere Kunst, solche Bilder erzeugen zu können.

Nur wird wirkliche Kunst eben leider nicht so aus dem Handgelenk erschüttelt - neben der besonderen Gabe und der entsprechenden Intuition gehört zweifellos auch eine Menge Arbeit dazu, handwerkliches Können natürlich außerdem. Und Kunst gelingt letztlich erst dann, wenn Gabe und Können auch angewandt werden (was natürlich noch lange nicht heißt, dass sie dann auch erkannt oder anerkannt wird). So leicht hat es ein Künstler also wohl auch nicht, schon gar nicht, wenn man die so häufigen Selbstzweifel und auch das "Brotlose" bedenkt.

Trotzdem - manchmal wünschte ich mir, ich hätte wenigstens so eine besondere Gabe. Denn ist es nicht gerade Kunst, die dem Leben etwas ganz Besonderes geben kann, die nicht nützlich oder praktisch sein muss, sondern der es auch genügen kann, einfach schön zu sein, indem sie die Sinne auf eine ganz besondere Weise anspricht?
(Ja, ich weiß - schön ist natürlich auch immer relativ, und nicht alle Kunst will schön sein. Wobei es meiner Ansicht nach auch eine Form von Schönheit sein kann, etwas zu vermitteln, eine Empfindung zu wecken, einen Gedanken anzuregen.)
Ist nicht überhaupt das Schöne, das als schön Empfundene, etwas Wesentliches im Leben überhaupt - und auch das, was bleibt? Und ist es dann nicht etwas besonders Wertvolles, wenn man Schönes, Besonderes schaffen kann?

Andererseits wäre es ja auch langweilig, wenn nun wirklich jeder ein Künstler wäre oder sich zumindest als solcher verstünde. So sehe, höre, lese und fühle ich eben weiterhin Kunst und freue mich daran - und zur Not besorge ich mir ein Kaleidoskop und erzeuge bunt-goldene Schatzbilder.

24
Nov
2009

Immerhin das...

Ein besonderer, interessanter und inspirierter Text ist irgendwie weit und breit nicht in Sicht - aber wozu auch, wenn es solch traumhafte Musik gibt:



(Danke dafür!)

16
Nov
2009

...

divers09-002

5
Nov
2009

Szenen

...einer Ehe bzw. eheähnlichen Beziehung. Endlich mal ein Film, der das wahre Leben wiedergibt! Ebenso wie dieser.

31
Okt
2009

Geträumt

Der Gedanke nähert sich, und ich weiß genau, wenn ich ihn fassen kann, wirklich fassen kann, dann erschließt sich mir ALLES. Er entweicht, bildet einzelne Fäden, die sich letztlich zu einer schwebenden Kugel verwinden. Ganz nah und doch sich entfernend, nicht greifbar, nicht zu verinnerlichen. Ich strecke meine Hand nach der flirrenden Kugel, berühre sie fast und erreiche sie doch nicht. Sie entschwindet allmählich, als wäre sie leise enttäuscht - doch ich bin es nicht. Ich akzeptiere. Ich weiß, dass ich sie wiederfinden werde.

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