26
Apr
2012

Dafür!

Für: kleine, unabhängige Buchhandlungen mit einem besonderen, handverlesenen Angebot, die ein Abbild der Person des Inhabers sind und wo - andersrum - auch der Inhaber Geist und Flair seiner Bücher und seines Ladens widerspiegelt. Wie vor Jahren der Herr Seydel in Vitte, den ich mir komischerweise immer Pfeife rauchend vorstelle, obwohl ich gar nicht weiß, ob er wirklich raucht (und ich weiß auch nicht, ob er noch Bücher verkauft, aber das finde ich demnächst heraus). Dafür addierte er die Posten sorgfältig und gelassen mit Bleistift auf einem Zettel. Und wenn man in seine Buchhandlung kam, klein, gemütlich, bis unter die Decke voller Bücher, fand man auf Anhieb etwas, was man schon immer mal lesen wollte und woran man endlich mal wieder erinnert wurde. Oder: Diese Buchhandlung in Tübingen, die kleine und feine Verlage präsentiert, scheint auch so etwas ganz Besonderes zu sein. Und sehr empfehlenswert sind auch diese in Dresden (großartige Autorenlesungen, demnächst sogar mit Ralf Rothmann), und diese in Düsseldorf (Verlage der Kurt-Wolff-Stiftung). - In den Regalen kramen, etwas neu entdecken, was sich nicht unbedingt vampirgezähnt in den Bestsellerlisten festgebissen hat, mit dem Inhaber schwatzen und sich beraten lassen und mit ein paar Schätzen unterm Arm froh Auf Wiedersehen sagen - das sollte nicht verloren gehen.

Und dafür auch:

DSCN3111-blog

17
Apr
2012

Nebenbei

Im Blog von W. H. festgelesen. Ein bisschen habe ich das Gefühl, es als ein Geheimnis hüten zu wollen, als einen Schatz, vor Unbefugten zu verbergen. Ganz irrational eigentlich, es ist ja öffentlich.

2
Mrz
2012

Kleine Denkaufgabe

Momentan etwas sprach-, aber zum Glück nicht ganz gedankenlos, erlaube ich mir, Folgendes zu denken zu geben:

Einsteinrätsel/Zebrarätsel

Bitte etwas Zeit nehmen, so ca. 20 bis 50 Minuten. Nicht ablenken lassen - und bitte nicht bei wikidings nachschauen, da steht meines Wissens auch die Lösung. Es ist aber auch ohne Nachschauen zu schaffen. Also -!

Viel Spaß!

27
Jan
2012

Fragiles

Eiskristallener Sonnenschein, und die Kletterrose am Haus treibt zartgrüne Blättchen aus.

Fast nichts "Nützliches" erledigt (ich habe solange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe), dafür zwei Stunden in Blogs gelesen und Kommentare gedacht.

Und irgendwie hänge ich noch in der merkwürdig fahlen Stimmung des Traums von letzter Nacht.

24
Jan
2012

Mistding, elendigliches!!

Mein Bürotelefon, dieses miese, hinterhältige kleine Blödteil, legt neuerdings selbsttätig auf, noch bevor ich auch nur "H..." sagen kann. Im Allgemeinen bevorzugt bei unbekannten Anrufern, so dass ich nicht mal erraten kann, bei wem ich mich zu entschuldigen habe. Kann ja sein, dass es fürsorglich gemeint ist, dass es mir Zeit ersparen will oder Unterhaltung (Quatsch nicht, arbeite!), kann auch sein, dass es halt seine selbstständige Intelligenz vorzeigen will - aber mir reicht das jetzt langsam! Ich nehm gleich den Hörer ab und spreche ein paar deutliche, böse Worte - nur unter uns beiden sozusagen. Oder ich suche online nach einem Ersatz und drehe demonstrativ den Monitor zur besseren Mitsicht in Richtung Telefon. - Das Blöde daran ist vor allem, dass ich mir jetzt den ganzen Tag ausmale, was ich Wesentliches, Wichtiges, Schönes verpasst habe.

Zur Beruhigung (kürzlich ausgekramt und passend zum Außen):
A winter's tale

11
Jan
2012

Schön böse ...

Eine Prügelei unter Elfjährigen; ein Junge schlägt dem anderen zwei Schneidezähne aus. Die Eltern der beiden treffen sich zu einer klärenden Aussprache - höflich, zivilisiert, kultiviert, versteht sich. Fast geht man schon auseinander in trautem Einverständnis, da kommt das Gespräch doch noch einmal zurück auf die Auseinandersetzung der Kinder, wird persönlicher, gerät schließlich zum Streit auch über ganz andere Dinge. Seiten und Sympathien wechseln, Masken fallen und Hemmungen schwinden während zunehmender verbaler Eskalation. Herrlich böse - und unbedingt ein Grund, mal wieder ins Kino zu gehen.

Ein Film von Roman Polanski nach dem Theaterstück von Yasmina Reza ("Carnage"), mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly.

>>> Der Gott des Gemetzels

21
Dez
2011

Weihnachtsläuten

1840 läuteten die drei Glocken in unserem Dorfkirchlein - nein, Entschuldigung, so klein ist es nun auch nicht, immerhin hat es sogar zwei Emporen -, also im Jahr 1840 läuteten die drei Glocken in unserer Dorfkirche das erste Mal zur Weihnachtsandacht. Gegossen hatte sie ein Glockengießer der Königlich Sächsischen Stückgießerei Dresden, Sigismund Schröttel. Ich weiß es nicht genau, aber vermutlich wurden die Glocken ganz klassisch gefertigt: Die Form des Glockenkerns wird hohl gemauert und mit Lehm verkleidet. Auf einer zweiten Lehmschicht werden dann Inschriften und Verzierungen mit Wachs aufgetragen und als Glockenmantel wiederum mit Lehm umgeben. Nach dem Brennen gießt der Meister dann an einem Freitagnachmittag um 15.00 Uhr die eigentlichen Glocken aus Zinnbronze. - Faszinierend. Das Ritual, und vor allem auch, dass der Glockengießer genau weiß, wie er welchen Ton der Glocke erreichen kann. Ein Geheimnis der Glockengießer. Ich glaube auch gelesen zu haben, dass jede Glocke einen Namen bekommt. Jede Glocke ist etwas ganz Besonderes.
Um 1840 muss es sehr still auf den Straßen gewesen sein, noch ruhiger als heute. Umso schöner das Rufen der drei Glocken, ihr langsames Einschwingen bis zum vollen Klang, ihr Rufen zum Gebet, zu Taufen, zum Abschied, nützlich auch als Warnung bei Feuer.
Ein Menschenleben später aber verstummten sie – zwei der Glocken waren abgeholt worden, um Kanonen daraus zu gießen. Wohlklang zu Zerstörung. Doch: sie kamen zurück. Die originalen Klöppel fehlten zwar, aber die Glocken selbst waren unbeschadet geblieben. Irgendein kluger Mensch hatte sie beschützt. Und auch im nächsten Krieg mussten wiederum zwei der Glocken, wohl die beiden größeren, 450 und 200 kg schwer, hergegeben werden. Aber auch dieses Mal fanden sie glücklich wieder nach Hause - 1948 riefen sie wieder gemeinsam zur Weihnachtsandacht.
Und so konnte ich in den letzten Jahren ihr nahes Läuten hören, nicht motorisch geläutet, sondern noch per Hand (insgeheim habe ich die freiwilligen Glöckner immer ein bisschen beneidet). Und etwas ganz Besonderes hat es, an Heiligabend (sonst gehe ich eher selten zur Kirche) unter dem Klang der drei Glocken durch den Schnee zu stapfen, Freunde und Bekannte zu treffen, das Krippenspiel zu sehen, bei dem man alle Mitspielenden, vom Kindergartenkind bis zum Erwachsenen, kennt, über klemmende Orgeltasten zu kichern, und schließlich auch vom Dreiklang wieder nach Hause begleitet zu werden, der alles übertönt und auch die inneren Stimmen mit sich schwingen lässt.

Als Weihnachtsspaziergang wurde mir übrigens eine sachkundige Führung auf den Glockenturm versprochen, und dann muss ich unbedingt herausfinden, wie die Glocken heißen und auf welchen Ton bzw. nach welchem Motiv sie gestimmt wurden.

Und hier zum Anhören ein Beispiel, damit etwas Weihnachtsstimmung aufkommt: Glockenläuten, dreistimmig


Frohe Weihnachten ringsum!

Nachtrag nach Glockenturmkletterei: A Cis E

7
Dez
2011

Tagesblicke

Leicht grimmig aus dem Büro kommend, sehe ich den Turmfalken unmittelbar vor mir, wie er in lässiger Eleganz mit dem Wind spielt. Er lässt sich treiben, balanciert nur ganz sacht die Böen aus. Es ist ein Spiel, eine frohe Leichtigkeit. Weit überlegen jeglichem schwerfälligen Ärger.

Und nun ist der Geburtstagstisch gedeckt, ein paar Kerzen, die Geschenke. Und ich denke sehr an den Tag morgen (heute) vor zwölf Jahren. Kaum zu glauben, dass es schon so lange her ist. Wissen Sie eigentlich noch, wie es ist, am Morgen des Geburtstages aufgeregt und gespannt zum Geburtstagstisch zu laufen? Sich unbeschwert zu freuen, geweckt vom Duft frisch gebackenen Kuchens? - Also das klappt immer noch, wenn auch natürlich solcher Kinderkram wie Küsschen in der Öffentlichkeit strengstens verboten ist. Und eigentlich und überhaupt habe ich jetzt ein Glas Sekt verdient!

22
Nov
2011

So. Der versatile ... äh ... Dings

Sieben Dinge, die Sie vermutlich noch nicht wussten und wahrscheinlich auch nie wissen wollten (auf Veranlassung von Frau Rinpotsche und Herrn Schneck):

1) Es gibt Leute, die mich für starrköpfig eigensinnig hartnäckig halten und meinen, dass ich gern mal widerspreche. Dem muss ich heftig widersprechen! Im Übrigen lasse ich mich von mir lieben Menschen zu fast jedem Unfug überreden, sogar wenn es so was ist wie das hier. 2) Dem Bloggen verdanke ich Bekanntschaft und Freundschaft mit mir inzwischen sehr wichtigen Menschen, die ich in meinem Leben nicht missen möchte. 3) Ich bin ein Emotionsbündel und sehr leicht zu Tränen zu rühren. Als mein jüngstes Kind geboren war, heulte ich bei jeder Werbung, in der Babys zu sehen waren. Kino - sicherheitshalber mit einer Packung Taschentücher. Lesen - auch nicht immer tropfsicher. 4) Ich habe eine Schwäche für Kistchen, Schachteln, Dosen, Truhen, Sekretäre mit Geheimfächern usw., weil ich jeweils beim Öffnen einen verborgenen, ganz besonderen Schatz erhoffe. Ich habe eine Schwäche für Geheimgänge und geheimnisvolle Rätsel. Ich MUSS sie lösen. 5) Schon deswegen spielte ich noch vor einigen Jahren gern adventure-Spiele. Als ich mit dem jüngsten Kind kürzlich in Berlin im Computerspielmuseum war und gedachte, es möglichst schnell hinter mich zu bringen, versackte ich vor dem PC mit Monkey Island und musste vom Kind gewaltsam zum Ausgang gezerrt werden. 6) Iterationen sind geil. 7) Ich koche (fast) jeden Sonntag für acht bis zwölf Personen, und das seit 18 Jahren. 8) Ist gar nicht gefragt!! Trotzdem, als Zugabe: Ich bin im Allgemeinen sehr höflich. Einmal habe ich zu jemandem (einem Mann, war ja klar) "Arschloch" gesagt, obwohl das in meinem Umgangswortschatz eigentlich nicht vorkommt. - Ich habe es nicht nur nicht bereut, sondern fand's klasse, wie Schattenspringen sozusagen. Die Wirkung war beeindruckend. 9) Ich glaube, ich habe Lust, wieder häufiger zu bloggen. 10) Ich spiele gern Doppelkopf und Skat - und es ist mir völlig egal, wer gewinnt.

Also ich weigere mich entschieden (siehe 1)), diese Anstrengung an 15 Blogger weiterzugeben. So viele Körbe vertrage ich gerade nicht. Also bitte ich herzlich Frau Rosmarin, Frau lou salome, Frau Kandis, Herrn virtualmono und Herrn Phorkyas - und sage gleich dazu, dass es nicht schlimm ist, wenn sie keine Lust/Zeit/Gelegenheit dazu haben. Aber wenn sie sich trotzdem ein bisschen freuen, wäre das schön.

9
Nov
2011

Die kleinen Momente

Das letzte Seminar des Jahres überstanden, und nun überwiegt die Vorfreude auf etwas mehr Zeit für das Basteln an schöneren Projekten.

In der leisen Dämmerung ist der Laubwald schon altbunt, darüber der rauchblaue Himmel, durchzogen von samtgoldenen Streifen, ein voller Mond, noch blass, lässt auf eine helle, frostklare Nacht warten.

Eine Reise am Wochenende, der Wetterbericht sieht es wohlwollend - ich freue mich!
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Wortmeldungen

Dafür! Für...
Dafür! Für Herrn Nömix' Bilder und Worte.
punctum - 27. Apr, 10:50
Wenn Sie welche gefunden...
Wenn Sie welche gefunden haben, könnten Sie mir...
punctum - 27. Apr, 10:48
Dagegen:
Gegen grau. Für bunt!
nömix - 27. Apr, 10:23
ach.... Sie wecken da...
ach.... Sie wecken da Erinnerungen.... an einen alten...
rosmarin - 27. Apr, 10:06
So war's gedacht! Es...
So war's gedacht! Es macht Ihnen doch nichts aus ...?...
punctum - 26. Apr, 20:13
Ich sehe mich schon von...
Ich sehe mich schon von Vitte bis Kloster täglich...
rinpotsche - 26. Apr, 20:00
Dafür!
Für: kleine, unabhängige Buchhandlungen mit...
punctum - 26. Apr, 18:59
Gut :-) (gern geschehen)
Gut :-) (gern geschehen)
punctum - 20. Apr, 15:40

ab in den müll...


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etwas mehl für mich:

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ich versichere hiermit, dass ich nicht im geringsten die absicht habe, für texte anderer zu haften. ich distanziere mich also von hier gesetzten links und allem, was ich nicht selbst verfasst habe.

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