4
Jul
2009

Literarisches Rätsel Nr. 5

Von Frau la mamma wurde eine muntere literarische Rätselei ins Leben gerufen, und nach Frau Walküre, Frau Schmollfisch und der Frau Testsiegerin darf ich nun Rätsel Nr. 5 präsentieren.

Vorgegeben wird der Anfang eines Buches; zu erraten sind Autor und Titel. Es dürfen beliebig Fragen gestellt werden, die aber nur mit "ja" oder "nein" beantwortet werden dürfen. Der Gewinner darf das nächste Rätsel in seinem Blog ausrichten!

Der folgende Text ist der Anfang eines mir sehr lieben Buches. Ich habe mir erlaubt, den Namen des Protagonisten durch *** *** zu ersetzen, weil es sonst gar zu leicht zu finden wäre. Dafür ist der Auszug etwas länger. Na, dann mal los - viel Spaß beim Rätseln:


"Ich gestehe, als ich zum erstenmal die Bekanntschaft von *** *** machte, kam ich nicht einmal einen Augenblick lang auf die Idee, daß an ihm etwas Außergewöhnliches war. Doch jetzt wird man kaum noch jemanden finden, der seine Größe leugnet. Ich spreche nicht von der Größe, die der vom Glück begünstigte Politiker oder der siegreiche Soldat erreichen; diese ist eine Eigenschaft, die eher zur Stellung gehört, die der Betreffende einnimmt, als zu dem Mann selbst; und eine Änderung der Verhältnisse reduziert sie auf ein sehr bescheidenes Maß. ..."

1
Jul
2009

Nur kein Neid, bitte...

VOM SCHREIBTISCH
DIE LEITUNG INTERNATIONALEN BEFOERDERUNGEN
GOOGLE INTERNATIONAL INC.
ENGLAND AUSSENSTELLE
19, STEVE RODDINGHAM AVENUE,
LONDON, SW46 JH31,
ENGLAND

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REF NR.: GOOGLE-0293856-2009
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GEWINN NR.:GOOGLE-1029375-2009
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DATUM: 28.06.2009
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BETRAG:EUR 1,000,000.00
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GEBIET: EUROPA
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PROGRAMM: GOOGLE AUSSTATTUNGSFONDS 2009.
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_______ GLUECKWUENSCHE! _______

Google International Inc.hiermit teilt Ihnen die Ergebnisse von Google Austattungsfonds 2009 Promo E-Mail-Adresse [fuer Europaeische Einwohner] Programm mit.

Google International Inc. bedanke sich bei allen Individuum weltweit ,als wir alle uns auf eine schoene NeuJahr 2009 freuen.

Die endgueltige Programme wurden auf dem 27. Juni 2009 in Aachen,Deutschland gehalten.Ihre E-Mailadress ist als ein Gewinner fuer den Geldpreis vom EUR 1,000,000.00 (EINE MILLION EUROS) gewaehlt worden.Dies Ergebnis ist jetzt zu Ihnen heute 28. Juni 2009 freigegeben und Ihre E-Mail-Adresse, die in der Einer Kategorie befestigt wird,hat EUR 1,000,000.00 (EINE MILLION EUROS) gewonnen .

Diese Programme wurde von den Google International Inc. und die unten genannten Firmen fundiert:

1. Microsoft Incoporation
2. Aol
3. Calsberg
4. Becks
5. Benz
6. Coca-Cola
7. Mercedez Benz
8. Suisse Credit
9. Raiffeisen Bankgruppe
10.Allianz
11.Volkswagen
12..Nokia
13.Siemens

Alle E-Mail-Adressen wurden automatisch durch ein Computerstimmzettelsystem ausgewaehlt, in den Ihre Email-Adresse als einer der ZEHN {10} gluecklichen Gewinner ausgewaehlt wurde.

Andere Gewinner aus Europa in Ihrer Kategorie lautet:

1. Dr. Joerg Schuster - Aus Basel, Schweiz
2. Frau Linda Reichert- Aus Linz, Oesterreich
3. Herr Ivan Boranov- Aus Moscow, Russland
4. Herr Jacques Van Belweek- Aus Antwerp, Belgien
5. Frau Inge Schneider- Aus Stuttgart, Deutschland
6. Pfarrer Luis Mendez-Aus Mallorca, Spanien
7. Frau Lisa Collini-Aus Milan, Italien
8. Ing. Johannsen Bergkramp-Aus Copenhagen, Denmark
9. Herr Gary Morgan- Aus Liverpool, England.

Alle E-mail Adressen wurde von den Europaeischen Union{EU} Einwohnerverzeichnis und Internet Benutzer Databanken aus dem ganzen Europa Gebiet ausgewaehlt.

Ihre Ticket Nummer lautet:-846594 .und Glueckszahl 5

Sie werden geraten, Ihre siegreichen Informationen vertraulich {SEHR GEHEIM} zu behalten, bis Ihre Ansprueche und Ihr Geld bearbeitet worden sind, das zu Ihnen ueberwiesen werden wird.Dies ist ein Teil von unserem Sicherheitsprotokoll,um Doppelbeanspruchen und ungerechtfertigten Missbrauch von diesem Programm durch Schwindel zu vermeiden.

Sie muessen Ihr Gewinn nicht spaeter als am 10. Juli 2009 beansprucht werden. Nach diesem Datum, wird alle unbeanspruchten Fonds zu unserem Zentralebuero (als nicht beansprucht) zurueckgekehrt werden .

Bitte merken Sie, um unnoetige Verspaetungen und Komplikationen zu vermeiden,erinnern Sie sich immer an Ihre REF NR.: Google-0293856-2009 in allen von Ihren Korrespondenz mit uns zu zitieren.

Wir bitten Sie, sich an der Google Austattungsfonds 2009 Verarbeitung / Auszahlung von der Offiziellen Bezahlende Bank {Barclays Bank Plc} zu wenden {fuer Auszahlung und alle andere wichtige Erklaerungen}:

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BARCLAYS BANK PLC.
BUERO VON VERARBEITUNG UND AUSZAHLUNG,
GOOGLE AUSTATTUNGSFONDS 2009
ANSPRECHPERSON: Pfarrer John Silvester Varley
E-mail: ansprucheagent.johnsilvester@gmail.com
LONDON,
ENGLAND
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Fuer die Verarbeitung und Auszahlung von Ihrem Gewinn ,fuellen Sie sofort die unten Form und reichen Sie es zu Google E-mail Austattungsfonds 2009 Verarbeitung / Auszahlung von der Offiziellen Bezahlende Bank {Barclays Bank Plc} Pfarrer John Silvester Varley durch E-mail ein: ansprucheagent.johnsilvester@gmail.com

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GOOGLE AUSSTATTUNGSFONDS 2009 GEWINNER ANMELDEFORMULAR FUER ZAHLUNG .
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VORNAME:...........................
GEBURTSDATUM:.. .....................
NACHNAME:..........................
GESCHLECHT:........................
ADRESSE:............................
NATIONALITAET:.....................
BERUF:..............................
TELEFONNUMMER:.....................
FAXNUMMER:.........................
BETRAG GEWONNEN:...................
REF NR.:...........................
GEWINN NR.:........................
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GOOGLE AUSSTATTUNGSFONDS 2009 GEWINNER ANMELDEFORMULAR FUER ZAHLUNG .
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GENEHMIGT FUER AUSZAHLUNG.

FUER GOOGLE E-MAIL AUSSTATTUNGSFONDS 2009 PROGRAMM
MAG. DR. EVA-MARIA SCHULZE
CHEFIN, AUSLANDANGELEGENHEIT ABTEILUNG.
GOOGLE INTERNATIONAL INC.
ENGLAND AUSSENSTELLE
19, STEVE RODDINGHAM AVENUE,
LONDON, SW46 JH31,
ENGLAND.

P.S. BEANTWORTEN SIE NICHT ZU DIESER EMAIL,SONDERN WENDEN SIE SICH AN DER BEZAHLENDE BANK DURCH E-MAIL MIT IHREN DATEN!


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Danke!! Individuum freuen sich auch auf eine schöne Neujahr! Und am meisten über die sehr hilfreichen Anmerkungen im Copyright: Auf diesen Seiten sammeln wir persoenliche Informationen.
Fröhliches Weitersammeln...

20
Jun
2009

Rätselhafte Zwerge

Kleine Denkaufgabe für das Wochenende:

In einer dunklen Höhle sitzen 20 Zwerge. 10 von ihnen tragen grüne Zipfelmützen, 10 tragen rote. Sie können sich nicht sehen, wissen auch nicht, welche Farbe ihre eigene Mütze hat, können sich aber miteinander unterhalten und ihr Vorgehen abstimmen.

Sie haben die Aufgabe, in einer Reihe hintereinander laufend die Höhle zu verlassen und sich dann nach Farbe der Mützen geordnet nebeneinander aufzustellen (es soll also eine Linie entstehen, in der die Zwerge nebeneinander stehen, auf einer Seite die Grünmützen, auf der anderen Seite die Rotmützen).

Nach Verlassen der Höhle dürfen sie nicht mehr miteinander sprechen und sich auch keinerlei Zeichen geben. Sie sehen jeweils nur die Zwerge, die vor ihnen die Höhle verlassen, sehen also ihre eigene Mütze nicht und nicht die Mütze der hinter ihnen laufenden Zwerge. Sie müssen sich nach dem Verlassen der Höhle sofort für einen Platz in der Linie entscheiden, dürfen sich dann also auch nicht mehr umstellen.

Frage: Wie machen sie es?

Die Lösung ist übrigens denkbar einfach. Kleiner Hinweis noch: Es hilft sehr, wenn man sich das Ganze bildlich vorstellt bzw. aufzeichnet.

Viel Spaß beim Rätseln! (Lösung gibt es spätestens am Mittwoch.)

16
Jun
2009

Bunt Zerstreutes

Es ist nicht sinnvoll, Marmeladengläser mit dem falschen Deckel zu schließen, vor allem, wenn man das Glas anschließend umdreht. Es ist auch nicht sinnvoll, dann die Hand darunter zu halten, während der Inhalt des Glases noch fast kocht.

Orangefarbene Worte hinterlassen Leuchtspuren.

Festplatten pflegen sich grundsätzlich im ungeeigneten Moment ins Nirwana zu verabschieden. Ein geeigneter Moment fiele mir jetzt allerdings auch nicht ein.

Ab und an sollte man sich den Frühsommerregen über den Nacken rinnen lassen.

Würde es eigentlich auch regnen, wenn ich keine Wäsche aufgehängt hätte?

Seit Monaten freue ich mich DARAUF in der Semperoper (Gastspiel des New York Harlem Theatre).

27
Mai
2009

Hallooo?

Wie meldet man sich am besten am Telefon? Kürzlich wurde mir bewusst, dass ich da etwas nachlässig geworden bin. Eine Zeit lang hatte ich mich mit "Hier ist Pünktchen Punctum, Guten Tag!" gemeldet, jetzt sage ich meist nur kurz den Familiennamen und überlasse dem Anrufenden dann den entgegenkommenderen Text. Andererseits ist es mir selbst angenehmer, wenn ich irgendwo anrufe, und derjenige grunzt nicht nur ein unwilliges "Ja?!" in den Hörer, sondern signalisiert mir, dass er Zeit für mich hat und mir freundlich gesonnen ist (er kann ja wenigstens so tun!). Firmen melden sich natürlich meist hochoffiziell mit Bezeichnung, Abteilung und Namen. Das gerät dann manchmal so lang, dass mir zwar der den Text runterratternde Sprecher leid tut, ich aber ausreichend Zeit habe, über meinen Text nachzudenken. Was ich meist nicht so gelungen finde, ist ein übertriebenes "Was kann ich für Sie tuuun?". Das bringt nur auf die Idee, Wunschlisten allgemeiner Art auszubreiten - und ist von der begeisterten Bereitschaft her ja eh gelogen. Und Vorsicht ist jedenfalls immer geboten, wenn man meint, die Nummer der Freundin auf dem Display zu erkennen und ein forsches "Das wird aber auch Zeit...!" (oder so) in den Hörer schmettert - um dort dem ratlosen Schweigen eines Auftraggebers zu begegnen. So. Jetzt werde ich mich für den nächsten Anrufer wappnen - ich versuch's mal wieder mit etwas mehr Ausführlichkeit.
Ah, das muss ich mal noch ergänzen. Eines meiner liebsten Telefonate war das, als ich angerufen und mit den Worten begrüßt wurde: Guten Tag, hier ist Frau Punctum! Äh. Nein. Sie sind ja Frau Punctum. Hier ist Frau ...

26
Mai
2009

Mühsam

Das Bild der Illusion zerlegen, zersägen, zerhacken, zerfetzen, die Puzzleteilchen verstreuen, aus dem Fenster werfen, einige wenige in eine Schachtel legen zur Erinnerung, um dann festzustellen: Es war nur das Bild. Der Illusion geht es prächtig; sie sitzt auf der Tischkante und zwinkert schadenfroh.

8
Mai
2009

Mondblick

Wolken streifen und tupfen
nächtlichen Himmel,
kühl glimmend vom Mondeslicht,
geblendet der Blick.

28
Apr
2009

Geweckt

Ein monotones Piep-Piep-Piep - - Piep-Piep-Piep drängelt sich in meinen Traum. Was - jetzt schon?! Och nöö, ist doch noch viel zu früh... Ich klammere mich an Bettdecke und Traumgestalten fest und komme doch widerwillig langsam zu mir. Und stelle fest - das Weckerpiepsen kommt gar nicht von meinem Wecker, sondern von draußen. Da fällt mir ein, dass Nachbar kürzlich erzählte, an seinem Fenster hätte eine Amsel täuschend ähnlich Weckergeräusche imitiert. Tatsächlich - da ist sie! So eine Frechheit aber auch. Ich habe noch eine Stunde Zeit...

14
Apr
2009

Schatzkästchen

Die Ketten und Ohrringe, die ich - wechselnd je nach Befindlichkeit - öfter trage, liegen meist griffbereit. Aber ich habe ein Schatzkästchen, in dem der eher selten getragene Schmuck in weiteren kleinen Kästchen und Schächtelchen ruht. Ab und an, nicht allzu häufig, in bestimmten stillen Momenten, öffne ich das Schatzkästchen und krame dann darin, erinnere mich an schöne Dinge, auch an traurige. Ein kleiner, unscheinbarer Silberring mit einem roten Glasstein, etwas stumpf geworden, nicht mehr glitzernd - eigentlich ganz ohne Wert, für mich aber die Erinnerung an erste Kinderliebe, immer noch süß in Gedanken. Oder die Ringe, die ich für jedes Kind geschenkt bekam - ein zarter Saphir, ein kleiner Diamant - meine Herzensfreude. Ein schmaler Goldreif mit einer perfekt geformten Perle - eine Träne für mein verlorenes Kind. Eine sehr zarte Schachtel in Herzform, bezogen mit altrosa Samt - leer. Ein Goldreif mit kleinen Granatsteinen lag einmal darin; weggeworfen. Er fehlt. Und dann halte ich einen schlichten, schmalen goldenen Ring in der Hand, er schlackert um meinen Daumen und ist für mich viel zu groß. Der Trauring von Großmama Sally, meiner Schwiegergroßmutter, die ich quasi mitgeheiratet hatte. Ich war schrecklich jung, und ich hätte mich in der mir so fremden Schwiegerfamilie sehr verloren gefühlt, wenn sie nicht gewesen wäre, diese wunderbare Hochzeitsbeigabe. Großmama Sally, groß und stark, ließ mich in ihren Armen und an ihrem Busen verschwinden, brubbelte mit ihrem Großmutterbass: "Kindchen, komm mal zu mir!" - und schon fühlte ich mich sicher aufgehoben und willkommen. Wenn sie wüsste, wie ich sie vermisse. Und wie ich sie bewundere für ihre unglaubliche Stärke. Ganz sicher war sie auch manchmal schwach, verletzt, hat geweint, aber ebenso sicher hat sie es niemanden sehen lassen. Großmama Sally hatte eine Ausbildung für "höhere Töchter", die ihr vielleicht weniger genutzt hätte, wäre sie nicht ohnehin ganz besonders intelligent gewesen. So hatte sie zwar nicht studiert, wie es ihr wohl entsprochen hätte, konnte aber eine Menge nützliche Dinge und sprach fließend Englisch, Französisch, Schwedisch und - sie hatte ins Baltikum geheiratet - auch Russisch und Lettisch (Sehr vorteilhaft auch für mich - sie half mir bei meinem Studium mit diversen Übersetzungen. Ich erinnere mich gern an die dummen Gesichter von Kommilitonen, wenn ich erklärte: Da hilft mir die Großmama!). Mit dem Krieg musste sie dann per Schiff nach Deutschland zurück, zwei kleine Kinder an der Hand. Und sie hatte Glück; keine Minen, eine beschwerliche, aber überlebte Überfahrt. Ihren Mann hatte sie aus ihrem Leben verbannt, mit einem gewaltigen Tritt, den ich mir lebhaft vorstellen kann, und der nach häufigen Lügen und diversen Affären ganz sicher wohlverdient war. Dergleichen mag jetzt selbstverständlich sein, damals war es das ganz sicher nicht. Sie hatte ja nicht einmal einen "richtigen" Beruf und musste zusehen, wie sie ihre Kinder durch schlimme Zeiten brachte. Sie hangelte sich in fremder, neuer Umgebung durch diverse Jobs, und sie schaffte es, natürlich schaffte sie es. Beide Kinder studierten Medizin und wurden zu ganz besonderen Menschen. Nicht zuletzt ein Verdienst dieser bemerkenswerten Frau. Sie lebte immer in der Nähe ihrer Kinder, aber vollkommen unaufdringlich, sie kam mit sich sehr gut allein zurecht. Und als das im Alltag nicht mehr so einfach war, bestand sie darauf, ein Zimmer in einem Altenheim zu beziehen. Mit nur wenigen eigenen Möbeln - den Rest gab sie weg, ohne sichtbaren Kummer. Und so bedeutsam waren ihr solche Besitzdinge tatsächlich nicht, es gab Wichtigeres. Sie schenkte mir ihren Trauring. Er mag ihr in den letzten Jahren nicht gar so viel bedeutet haben, aber mir bedeutet er sehr viel. Er erinnert mich an sie, an ihre Stimme, ihre Umarmungen, ihre klugen Gedanken. Ich bedauere so, dass sie ihre Urenkel nicht kennenlernte, aber ich habe ihr in Gedanken von ihnen erzählt. Dieser goldene Ring - etwas ganz Besonderes in meinem Schatzkästchen. Ich streiche vorsichtig und zärtlich darüber und lege ihn zurück. Bis zum nächsten Schatzkästchenkramen.

20
Mrz
2009

Krisengeschüttelt

Es ist nicht nur der Autobranche samt Zulieferern kriselig zumute, nicht nur Elektronikkonzerne werden durchgeschüttelt - nein, es hat auch eine ganz andere Branche bitter getroffen, wie ich neulich aus der Presse erfuhr. Zutiefst erschüttert las ich die in fetten Buchstaben gedruckte Überschrift: Deutschland hat weniger Milliardäre! Herrje, das ist ja bedauerlich. Da gibt es tatsächlich Ex-Milliardäre, die fast alles verloren haben, nur noch ein paar lausige Milliönchen sind ihnen geblieben. Das muss man sich mal vorstellen! Vielleicht sollten wir ein Spendenkonto einrichten...? Hm.

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Oh. Kamillentee?
Oh. Kamillentee?
punctum - 2. Jul, 11:58
Mist. Gezz happich Bauchweh...
Mist. Gezz happich Bauchweh von dem vielen Eis.
Lo - 1. Jul, 22:47
Oh, dann sind Sie auch...
Oh, dann sind Sie auch reich? Meinen herzlichsten Glückwunsch!...
punctum - 1. Jul, 22:05
Was will denn ein mallorquinischer...
Was will denn ein mallorquinischer Pfarrer mit einer...
schmollfisch - 1. Jul, 21:21
Ach, das gönnen...
Ach, das gönnen wir ihm doch - äh, Eis und...
punctum - 1. Jul, 13:46

ab in den müll...


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