13
Mai
2015

Unterwegs gesehen -

Fenster am Standesamt in Grimma - diskreter Hinweis als letzte Warnung ...?

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8
Okt
2014

Der Geschmack von Pfifferlingen

Pfifferlinge sind Urlaub. Seit damals in Kärnten, als wir mehrere Sommerurlaube auf einem kleinen Bauernhof verbrachten. Hoch oben am Hang, ein ganzes Stück abseits vom Dorf. Herrlich still und sonnig. Außer uns waren nur noch drei, vier Familien da. Am Abend saßen wir mit den Gastgebern beisammen, würfelten, die Gewinner gaben jeweils den Verlierern einen Obstbrand aus, was allein schon zu reichlich Erheiterung führte, aber Grund zum Lachen gab es auch ohne Obstler genug. Und an mindestens einem Tag schwärmten alle aus in den nahen Wald, um Pfifferlinge zu holen. Mehr als Holen war es wirklich kaum, man musste nicht lange suchen. Und dann saß die ganze Runde fröhlich im Gras und putzte Pilze. Am Abend gab es Pfifferlinge in Soße mit hausgemachten Semmelknödeln. Himmlisch! Ich habe leider immer noch keine Ahnung, wie solche herrliche Soße produziert wird, von den Semmelknödeln ganz zu schweigen. (Hinweise sind willkommen!) Nach ein paar Jahren war es dann aber kein gar so kleiner Bauernhof mehr. Es wurde an- und umgebaut, die Urlauber konnten viel zahlreicher kommen, und wir fühlten uns nicht mehr wohl. Seitdem aber ist es Familienbrauch, am ersten oder zweiten Urlaubsabend Pfifferlinge zuzubereiten. Nicht so toll wie in Kärnten, meist nicht mal selbst gesucht – auf dem Weg zur Insel fand sich bisher immer ein Händler am Straßenrand -, aber trotzdem mit Urlaubsgeschmack. Der Ruf „Pilze putzen!“ führt mittlerweile zu besinnlicher Stille und Einsamkeit in der Ferienhausküche, und die Vorfreude weicht beim Putzen meist einem mehr oder weniger leisen Fluchen. Trotzdem, so in der Pfanne brutzelnd, mit Zwiebeln, aber nicht zu vielen, mit Salz und Pfeffer – immer noch ein schönes Urlaubsgefühl. – Längst vorbei inzwischen der Urlaub. Die letzte hiesige Pilzsuchaktion ergab ein Resultat von drei. Stück, nicht Kilo. Irgendwie fehlt mir der Pilzblick bzw. finde ich nur Bitterlinge oder besonders schön bunte, von deren Verzehr dringend abgeraten wird. Trotzdem, so ein Pfifferling-Urlaubsgefühl könnte ich grad gut gebrauchen.

23
Mai
2014

Herr Sommer ist weg

Also „Die Geschichte von Herrn Sommer“ von Patrick Süskind. Ich weiß genau, wo das kleine Buch im Regal stand – nichts. Also vielleicht verliehen? Verschenkt? Gut möglich. Ich suche es auch eigentlich, weil ich es verschenken wollte. An jemanden, der läuft und läuft und läuft. Rasend schnell, gehetzt, ziellos, ohne Aussicht auf willkommene Erschöpfung, auf heilsame Erholung. So nämlich läuft Herr Sommer, er rast dahin, immer mit einem großen Wanderstock, mit einem leeren Rucksack. Bis sein Laufen eines Tages endet, nach Erhalt einer Nachricht. Es endet nicht gut, das Laufen, nicht froh, nicht heilsam – und deswegen ist es vermutlich ohnehin eine blöde und unsensible Idee, es an den unerschöpften Läufer verschenken zu wollen. Aber diese Erzählung ist so leicht geschrieben, mit herrlichen, auch sehr amüsanten Szenen und Stimmungen – eine Feder, deren wahres Gewicht man erst spürt, wenn man sie auffängt. Diese kleine Erzählung hat mich nachhaltiger beeindruckt als das so bekannt gewordene „Parfum“. Und weil ich mich an manches nur vage erinnere, möchte ich sie auch noch mal lesen. Also muss ein neuer Herr Sommer her.

9
Mai
2014

Gefunden -

Im Vorüberfahren in einer kleinen Stadt, ganz in der Nähe, dieses Häuschen entdeckt. Etwas … na ja … „abgewohnt“, aber zumindest von vorn sieht es so aus, als wäre es noch nicht ganz verloren. An sich stellen sich bei mir meist zuerst die Gedanken an die Vergangenheit eines leerstehenden Hauses ein – wer lebte da, wie sah er aus, was für gute oder schlimme Dinge passierten hinter den Fenstern. Wie würden die Fenster mit Licht dahinter aussehen – könnte dort am Abend ein alter Mann im Schaukelstuhl gesessen und gelesen haben? Oder eine Frau? Ein junges Mädchen an einem Sekretär, Briefe schreibend? - Aber hier hat wahrscheinlich gar niemand gewohnt, vielleicht war es mal ein Pförtnerhaus oder irgendein anderes Nebengebäude. Ich weiß es nicht. Zum Wohnen scheint es eh viel zu klein, wenn es sich nicht noch deutlich weit nach hinten erstreckt. Hinterteil und Seiten, auch das offenbar sehr flache Dach waren leider nicht einsehbar (erwäge allerdings, demnächst übers Nachbargrundstück in den Hof- und Gartenbereich vorzudringen, oder am liebsten gleich ins Innere). - Nein, mein erster Gedanke war: Wie könnte es aussehen? Die Fassade saniert, in einem sandfarbenen Ton verputzt, die dreiteiligen Kastenfenster erneuert, das Ochsenauge, die Tür aufgearbeitet … Und natürlich müsste ein Treppchen zur Haustür führen, neben der eine Kletterrose ranken würde, eine weiße. Und eine weiße Bank stünde vor den Fenstern, ein kleiner Tisch, bereit für ein Frühstück draußen. Und wenn es wirklich so winzig ist, wie es auf den ersten Blick aussieht, und vielleicht nur einen einzigen Raum hat, nicht geeignet zum Wohnen, aber perfekt für Kultur und Treffen, dann wären da im Sommer Lesungen. Die grün gestrichene Tür würde geöffnet, draußen gäbe es ein Glas Sekt. Lachen, Gespräche, leise Musik, Kerzenschein …

(Nein, ich habe natürlich keine ernsthaften Absichten, aber man wird ja wohl noch spinnen dürfen.)

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17
Jan
2014

Das neue Gelb

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Mysteriöser Zettel auf dem Schreibtisch. Und wie sieht’s morgen aus? Morgen wäre ja sozusagen wieder heute. Ist jetzt also Gelb immer Rot? Und was ist mit Grün und Blau, gibt’s da gar keine Anweisungen? Und ist das draußige Grau jetzt das neue Pink? Die Götter in Lila.

Unsern täglich Wolfsbericht gib uns heute. Das Für und Wider, je nachdem, wer grad Grund zur meist übertriebenen Aufregung hat. Es ist ja nicht so, dass sie nachts ums Haus sitzen, vor freudiger Erwartung leise schmatzend. Schöne und sehr soziale Tiere. Andererseits habe ich auch keine gefressenwerdenbereiten Schafe oder so, um die ich mich sorgen müsste. In den relativ dicht besiedelten Gebieten wird es sicher immer wieder Konflikte geben. Eine Frage der Einstellung und des Sich-drauf-Einstellens.

Über Spitzwegs Hof stolzierende Worte werfen die güldenen Locken zurück. Der Unterschied, hatte er mal gesagt, ist der, dass in meiner Wohnung ein Poster an der Wand hängt - in ihrer aber das Original.

27
Dez
2013

Rauhnacht

Zwölf magische Rauhnächte zwischen den Jahren. Zeit zum Orakeln und Wünschen und Vertreiben der Wilden Jagd. - Und Zeit zum Aufräumen und Fegen des Blogs.

22
Jul
2011

Details

Kartoffelsalat, und es muss die Hölle sein! mit Worten wohlfeil. Unter staubigen Balken Zettel mit kleinem Traum new wish machine, so soll es geschehen! und tanzende Flüsterschatten unerfüllter Sehnsüchte zwischen all den Geheimnissen. Der verborgene Ausweg liegt im Schrank, ganz sicher. Du kannst es nicht! Aber was macht das schon.

Schattenland

26
Mai
2009

Mühsam

Das Bild der Illusion zerlegen, zersägen, zerhacken, zerfetzen, die Puzzleteilchen verstreuen, aus dem Fenster werfen, einige wenige in eine Schachtel legen zur Erinnerung, um dann festzustellen: Es war nur das Bild. Der Illusion geht es prächtig; sie sitzt auf der Tischkante und zwinkert schadenfroh.
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Wortmeldungen

Ja, stimmt - mit einer...
Ja, stimmt - mit einer netten Blümchengarnierung...
punctum - 21. Mai, 14:29
wächst eh zu bis...
wächst eh zu bis zum Sommer, was das Ganze gefühlsecht...
Ripo (Gast) - 21. Mai, 12:55
Ergänze mal Ihren...
Ergänze mal Ihren O-Ton des Standesbeamten im...
punctum - 14. Mai, 12:21
Die Ihr ...
... lasst alle Hoffnung fahren!
speedhiking - 14. Mai, 09:03
(Schicke mir selbst seit...
(Schicke mir selbst seit geraumer Zeit Mails mit dem...
punctum - 13. Mai, 23:01
Unterwegs gesehen -
Fenster am Standesamt in Grimma - diskreter Hinweis...
punctum - 13. Mai, 22:53
oder
'ne mail? ;-)
Iggy - 13. Jan, 17:18
Och jo, danke ... ich...
Och jo, danke ... ich schreibe am besten mal eine Mail...
punctum - 20. Okt, 15:03

ab in den müll...


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ich versichere hiermit, dass ich nicht im geringsten die absicht habe, für texte anderer zu haften. ich distanziere mich also von hier gesetzten links und allem, was ich nicht selbst verfasst habe.

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