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    <title>punkt komma strich</title>
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    <title>punkt komma strich</title>
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    <title>Immerhin das...</title>
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    <description>Ein besonderer, interessanter und inspirierter Text ist irgendwie weit und breit nicht in Sicht - aber wozu auch, wenn es solch traumhafte Musik gibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;(Danke dafür!)&lt;/small&gt;</description>
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    <title>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;divers09-002&quot; width=&quot;300&quot;...</title>
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    <dc:date>2009-11-16T12:41:00Z</dc:date>
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    <title>Szenen</title>
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    <description>...einer Ehe bzw. eheähnlichen Beziehung. Endlich mal ein &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=s13dLaTIHSg&quot;&gt;Film&lt;/a&gt;, der das wahre Leben wiedergibt! Ebenso wie &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=I1qHVVbYG8Y&quot;&gt;dieser&lt;/a&gt;.</description>
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    <dc:date>2009-11-05T11:11:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/6020978/">
    <title>Geträumt</title>
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    <description>Der Gedanke nähert sich, und ich weiß genau, wenn ich ihn fassen kann, wirklich fassen kann, dann erschließt sich mir ALLES. Er entweicht, bildet einzelne Fäden, die sich letztlich zu einer schwebenden Kugel verwinden. Ganz nah und doch sich entfernend, nicht greifbar, nicht zu verinnerlichen. Ich strecke meine Hand nach der flirrenden Kugel, berühre sie fast und erreiche sie doch nicht. Sie entschwindet allmählich, als wäre sie leise enttäuscht - doch ich bin es nicht. Ich akzeptiere. Ich weiß, dass ich sie wiederfinden werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2009-10-31T21:34:00Z</dc:date>
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    <title>Tagesgedanke</title>
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    <description>(Vermeintliche) Schwäche zeigen zu können, ist so viel anziehender als diese ewige Demonstration von Stärke, die an sich schon unglaubwürdig ist - in der offenbarten Schwäche liegt die wirkliche Stärke verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
(Die Musik passt nicht so recht zum Tagesgedanken, ist aber trotzdem schön!)</description>
    <dc:creator>punctum</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 punctum</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-22T21:56:00Z</dc:date>
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    <title>Die kleinen Augenblicke</title>
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    <description>Der Nebel hielt nun schon den dritten Tag an. Die weiß-graue Diesigkeit wurde von der Fensterscheibe abgewehrt und ließ dennoch das Unbehagen alles zersetzender Feuchtigkeit spüren. Es half nichts, ich musste nun trotz meines Wunsches nach Wärme und Eingehülltsein nach draußen und wenigstens ein paar Besorgungen erledigen. Die dichte Laubschicht auf dem Gehweg hatte sich von dem vor Tagen noch raschelnden Bunt in eine einheitlich moderige Masse verwandelt. Es machte nicht nur keinen Spaß mehr, durch diesen ehemals rot-gelb-braunen Herbst hindurchzustöbern, ich musste auch vorsichtig gehen, um nicht überraschend im glitschigen Schmutz zu fallen. Ab und an begegneten mir die verschwommenen Umrisse Vorübergehender. Kein klar konturiertes Gesicht, kein wahrnehmbares Lächeln - stumme Nebelgestalten, näher kommend und - noch bevor ein Erkennen möglich gewesen wäre - wieder verwischt und verschwindend im Grau. Für einen Augenblick ließ meine Aufmerksamkeit für die Moderschichten und ihre Gefahren nach, und ich versuchte, etwas im Nebel zu erkennen, jemanden zu entdecken, vielleicht etwas Besonderes wahrzunehmen, etwas, das einen lichten Moment verhieß. Und sofort rutschte ich aus, als wäre es strafwürdig, die Augen auch nur kurz von der Realität abzuwenden. Doch noch vor dem eigentlichen Erschrecken, der Angst und der Resignation angesichts des sich einstellenden Unvermeidlichen, spürte ich eine haltende Hand, eine warme Hautberührung. Ein Blick in fremd vertraute Augen, ein Lächeln, ein wiederkehrendes Gefühl erleichterter Beruhigung. Mit einem Dank ging ich weiter, wissend, dass der Nebel nicht von Dauer sein könne.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 punctum</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-10T19:24:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5971844/">
    <title>Rezeptfrei</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/5971844/</link>
    <description>Wenn du meinst, du hast ein Problem mit dir, dann lauf 5 km durch den Wald, so schnell du kannst. Anschließend kannst du vorsichtig nachschauen, wie es dem Problem so geht. Wenn es überhaupt noch da ist, dann sitzt es vermutlich völlig erledigt und verängstigt hechelnd in der hintersten Ecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;391&quot; alt=&quot;DSC00030&quot; width=&quot;293&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/punctum/images/DSC00030.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <dc:date>2009-10-02T12:56:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5963595/">
    <title>Ausnahme</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/5963595/</link>
    <description>Ich mag ja diese sogenannten Stöckchen nicht. Aber es muss auch mal Ausnahmen geben - und für diesen Blogger mache ich gern eine Ausnahme. Also bitte nachschauen bei Herrn &lt;a href=&quot;http://www.tiniaden.twoday.net&quot;&gt;Tinius&lt;/a&gt; - besonders Herr &lt;a href=&quot;http://www.steppenhund.twoday.net&quot;&gt;Steppenhund&lt;/a&gt;, Frau &lt;a href=&quot;http://www.nimmermehr.twoday.net&quot;&gt;Iggy&lt;/a&gt; und Frau &lt;a href=&quot;http://www.walkuere.twoday.net&quot;&gt;Walküre&lt;/a&gt;, denen ich dieses Dingsda übergeholfen habe. Mögen sie mir bitte keinen Korb geben...</description>
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    <dc:date>2009-09-27T19:10:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5963049/">
    <title>Wie weit ist es bis nach Dawson City?</title>
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    <description>Nach zehn Jahren des Nichtsehens schien er kaum verändert - immer noch diese berückenden blauen Augen, die angenehm beruhigende Stimme, der man einfach nur zuhören mochte. Die Erzählungen von seiner Arbeit, seinen beruflichen Erfolgen klangen nach Zufriedenheit, strahlten Sicherheit aus, ebenso wie die nett eingerichtete Wohnung. Demnächst würde er sich nach einer passenden Partnerin umsehen, vielleicht ein, zwei Kinder haben - mit einem Augenzwinkern eher beiläufig ins Gespräch eingestreut. Was spräche auch gegen ein solch nettes Glück, ein Arrangement der Zufriedenheit? &lt;br /&gt;
Da sah ich es in der Ecke des Zimmers, auf einem kleinen Tischchen, halb vergraben von Büchern und dem Raum etwas abgewandt - das alte Foto, das ich ihm vor vielen Jahren mal geschenkt hatte. Schneetragende Felsenspitzen, überhoch ragend über dem Tal des Flusses, dessen wilder Macht ein Kajak ausgeliefert schien. Eine Erinnerung an unsere Kindheit, in der wir davon geträumt hatten, die Goldgräberstädte am Yukon zu erobern, mit Spitzhacke und Hundeschlitten zu unserem Claim aufzubrechen, in eisiger Einsamkeit, mit stets bedrohlichen, aber immer gemeisterten Gefahren. Wir hatten uns vorausschauend ein Konstrukt aus verschiedenen Sieben gebastelt, sämtlich geklaut in der elterlichen Küche, und am nahen Bach schon mal versucht, zumindest etwas Gold für die Finanzierung der Reise zu waschen.  Und der zwar gutmütige, aber mit unseren Anforderungen an einen wirklich guten Schlittenhund leicht überforderte Golden Retriever der Nachbarn musste im Winter eine zeitlang unsere ersten Versuche als Musher ertragen. Unsere tiefgreifenden Kenntnisse schöpften wir aus diversen Abenteuerbüchern über den rauhen Zauber des Goldgräberdaseins. Wir lasen alles von Jack London, später dann auch James A. Micheners &quot;Klondike&quot;, legten Vorratslager für die Verpflegung an und versuchten uns mehr oder weniger erfolgreich am Bau von Schneehöhlen. &lt;br /&gt;
Ich strich lächelnd über das Bild und kramte aus meiner Tasche die Zeitung, die ich ihm mitgebracht hatte. Ungläubig las er das, was ich für ihn angestrichen hatte: Dawson City, hin und zurück: nur 536 &#8364;! - Was?! So billig ist das, so einfach soll das gehen?! Was für ein Mist! Er legte die Zeitung zusammen und schob sie zur Seite. Dawson City war einfach doch zu weit entfernt.</description>
    <dc:creator>punctum</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 punctum</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-27T12:07:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5908845/">
    <title>Tagesblicke</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/5908845/</link>
    <description>Die Kassiererin trägt ein Schild auf der Brust: &quot;Ich bin freundlich!&quot; - Es mutet ein wenig wie eine Drohung an. Über dem Schild ein sehr, sehr müdes Gesicht. Es ist hoffentlich nicht die Freundlichkeit, die so müde macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Himmelsherz, umrahmt von rauchigen Wolken. Die Wolken ziehen schnell weiter, bilden neue Formen, aber ich bin sicher, dass das Herz noch irgendwo da oben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein schöner Auftrag, der mir Zeit nimmt, aber das ganze Auf und Ab der manchmal elenden Freiberuflichkeit auf eine angenehme Seite zieht. Ein wenig verpasse ich die letzten Sommertage, aber es bleiben immer noch diese warmen Nächte mit dem klaren Blick und den verglühenden abgebrochenen Sternenzacken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schuldig gebliebene Briefe. Ich schreibe dennoch den einen, den ich nicht schuldig bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2009-08-28T19:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5877857/">
    <title>Augusttraum</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/5877857/</link>
    <description>Der Traum, verwirrt vom himbeerfarbenen Duft der Rosen, scheint dem Juni nachzutrauern mit seinen leichten Schritten in frischem Gras. Grillensingen schwingt sich durch&apos;s offene Fenster, von leiser Nachtluft getragen, die mir tröstend über&apos;s Gesicht streicht. Wäre ich nicht so tief versunken, ich könnte die Sternschnuppen sehen. Ich könnte mir wünschen, der Sommer ginge nie vorbei. Der Sommer war ewig - für einen Moment.</description>
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    <dc:date>2009-08-14T15:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5877435/">
    <title>Medienwirksam</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/5877435/</link>
    <description>In Brasilien soll ein TV-Moderator die Erhöhung der Einschaltquoten für seine Sendungen über Kriminelle und ihre Verbrechen höchst tatkräftig selbst in die Hände genommen haben. Näheres &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/vermischtes/article4309700/TV-Moderator-soll-fuer-Quote-Morde-befohlen-haben.html&quot;&gt;hier&gt;&gt;. &lt;/a&gt;Wenn das stimmt, ist die Idee ganz ungeheuer pfiffig, das heißt, eigentlich eher nur ungeheuer.</description>
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    <dc:date>2009-08-14T11:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5868655/">
    <title>Ausgegraben...</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/5868655/</link>
    <description>... und für &quot;immer schön&quot; befunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2009-08-09T20:31:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5868623/">
    <title>Frühstück im Hotel</title>
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    <description>Es war eindeutig der Frühstücksraum, der für mich den besonderen Reiz, das Angenehme des kleinen Hotels ausmachte. Die Zimmer beengten eher, wenn sie auch in ihrer schlichten Einrichtung durchaus erträglich schienen und jedenfalls für meine immer recht kurzen beruflichen Aufenthalte ihren Zweck erfüllten. Aber der Frühstücksraum! Er verband in seinem großzügigen Schnitt die wohnlichen Vorzüge der alten Villa wunderbar mit einem geradlinigen Geschmack, der auf unaufdringliche warme Farben und das durch die großen Fenstertüren reichlich einfallende Licht setzte. Das einfache und eher funktionale Mobiliar hatte nichts von dem verstaubten Plüsch an sich, den man intuitiv hinter solch alten Mauern vermuten würde  es ließ dem Zauber des Hauses seinen unbestritten großen Auftritt. Und man hatte außerdem, als Wohlfühldraufgabe sozusagen, einen bezaubernden Blick auf den nahen See. Vor meinen Terminen am späten Vormittag verbrachte ich also jeweils mindestens eine Stunde beim Frühstück, blätterte in einer Zeitung oder einem Buch und schwatzte auch ab und an mit J., der sich als Inhaber des Hotels gern persönlich seinen wenigen, meist geschäftsreisenden, Gästen widmete. Die persönliche, geradezu intime Atmosphäre brachte es mit sich, dass man auch den einen oder anderen wiederkehrenden Gast schon kannte und sich so in vertrautem Erkennen freundlich zunickte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Morgen hatte ich die Stille des Raumes ganz für mich allein. Ich sah auf den See, der sich gerade erst von den diesigen Nebeln eines Herbstmorgens befreit hatte, und widmete mich völlig ungestört meinen Gedanken. Dann allerdings erschienen doch noch zwei Frühstücksnachzügler, die an einem der etwas entfernteren Tische Platz nahmen. Ihn hatte ich schon mehrfach gesehen, er hatte mich sogar einmal auf Empfehlung von J. freundlich und charmant beim Einstellen des Drahtlosanschlusses an meinem Notebook beraten. Sonst war er immer allein, in akkurater Geschäftskleidung, was mich vermuten ließ, dass er als Firmenberater oder Ähnliches zu tun hatte. Diesmal jedoch kam er in Begleitung einer Frau. Eine stattliche, herbe Schönheit mit langen, rötlich getönten Haaren, etwas mehr als dezent geschminkt und womöglich, ich schätzte ihn auf Ende Dreißig, ein paar Jahre älter als er. Sie redete in einem etwas streng klingenden Ton auf ihn ein, während er eher still blieb, ab und an zustimmend nickte, sich ihr aber scheinbar ganz untergab. Schließlich stand er auf, wählte vom Buffet verschiedene Köstlichkeiten und brachte sie zu ihr an den Tisch. Sie war nicht ganz zufrieden, und er ging noch einmal zurück, bis auch er sich dann zu ihr setzen konnte. Vom Gespräch selbst verstand ich nur Wortfetzen, aber es war klar, dass sie den Dialog dominierte, auf eine intelligente und nicht unfreundliche, aber doch irgendwie anstrengende Art. Es interessierte mich, ich hätte gern noch länger zugeschaut, aber es war inzwischen schon einigermaßen spät, und ich musste gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa vier Wochen später, bei einem erneuten kurzen Aufenthalt in diesem kleinen Hotel, bereitete ich mich schon auf meine Abreise vor, nahm mir aber, wie immer, noch einmal Zeit für eine Stunde Ruhe im Frühstücksraum. Und wiederum erschien der gleiche Mann  dieses Mal in Begleitung einer blonden, zarten Frau, die ihn aus großen blauen Augen ganz offensichtlich anhimmelte. Sie schien mir sehr jung, sehr mädchenhaft und trotzdem sehr weiblich mit ihrem schlanken Körper und dem sehr feinen Gesicht. So ein Elfenwesen, das unweigerlich männliche Beschützerinstinkte weckt und beliebig mit männlichem Begehren spielen kann. Sie lächelte ihn auf eine bezaubernde Art fortwährend an, streichelte sanft seine Schulter, während sie sich erhob, um diverse Dinge vom Buffet zu holen. Und er schien ihre Aufmerksamkeit und ihre offenkundige Verliebtheit sehr zu genießen. Ein glückliches Paar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Rezeption dann, ich bat um meine Rechnung, meinte ich eher beiläufig zu J., ich hätte Herrn S. erst kürzlich mit seiner Frau gesehen, es wäre aber auch schön zu beobachten, wie glücklich er gerade mit seiner Geliebten sei. J. schaute erst angestrengt nach unten, blätterte etwas in seinen Papieren, während sich in seinem Gesicht ganz offenkundig das Bemühen um Diskretion mit dem Wunsch nach Mitteilung stritt. Dann antwortete er aber doch: Nein, sehen Sie, genau das habe ich auch erst gedacht. Aber -  es ist genau andersrum. Diese Dame heute ist seine Frau, die andere ist die Geliebte! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zahlte meine Rechnung und beschloss, noch einen Spaziergang um den See zu machen.</description>
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    <description>Sich erbarmend schlingt die Zeit um alles ihren Mantel aus Wandelstoff, der erst dämmt, dann wärmt und irgendwann einmal vielleicht sogar ein wenig glitzert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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