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    <title>punkt komma strich</title>
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    <title>punkt komma strich</title>
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    <title>Szenen</title>
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    <description>...einer Ehe bzw. eheähnlichen Beziehung. Endlich mal ein &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=s13dLaTIHSg&quot;&gt;Film&lt;/a&gt;, der das wahre Leben wiedergibt! Ebenso wie &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=I1qHVVbYG8Y&quot;&gt;dieser&lt;/a&gt;.</description>
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    <dc:date>2009-11-05T11:11:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/6020978/">
    <title>Geträumt</title>
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    <description>Der Gedanke nähert sich, und ich weiß genau, wenn ich ihn fassen kann, wirklich fassen kann, dann erschließt sich mir ALLES. Er entweicht, bildet einzelne Fäden, die sich letztlich zu einer schwebenden Kugel verwinden. Ganz nah und doch sich entfernend, nicht greifbar, nicht zu verinnerlichen. Ich strecke meine Hand nach der flirrenden Kugel, berühre sie fast und erreiche sie doch nicht. Sie entschwindet allmählich, als wäre sie leise enttäuscht - doch ich bin es nicht. Ich akzeptiere. Ich weiß, dass ich sie wiederfinden werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2009-10-31T21:34:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/6006619/">
    <title>Tagesgedanke</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/6006619/</link>
    <description>(Vermeintliche) Schwäche zeigen zu können, ist so viel anziehender als diese ewige Demonstration von Stärke, die an sich schon unglaubwürdig ist - in der offenbarten Schwäche liegt die wirkliche Stärke verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
(Die Musik passt nicht so recht zum Tagesgedanken, ist aber trotzdem schön!)</description>
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    <dc:date>2009-10-22T21:56:00Z</dc:date>
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    <title>Die kleinen Augenblicke</title>
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    <description>Der Nebel hielt nun schon den dritten Tag an. Die weiß-graue Diesigkeit wurde von der Fensterscheibe abgewehrt und ließ dennoch das Unbehagen alles zersetzender Feuchtigkeit spüren. Es half nichts, ich musste nun trotz meines Wunsches nach Wärme und Eingehülltsein nach draußen und wenigstens ein paar Besorgungen erledigen. Die dichte Laubschicht auf dem Gehweg hatte sich von dem vor Tagen noch raschelnden Bunt in eine einheitlich moderige Masse verwandelt. Es machte nicht nur keinen Spaß mehr, durch diesen ehemals rot-gelb-braunen Herbst hindurchzustöbern, ich musste auch vorsichtig gehen, um nicht überraschend im glitschigen Schmutz zu fallen. Ab und an begegneten mir die verschwommenen Umrisse Vorübergehender. Kein klar konturiertes Gesicht, kein wahrnehmbares Lächeln - stumme Nebelgestalten, näher kommend und - noch bevor ein Erkennen möglich gewesen wäre - wieder verwischt und verschwindend im Grau. Für einen Augenblick ließ meine Aufmerksamkeit für die Moderschichten und ihre Gefahren nach, und ich versuchte, etwas im Nebel zu erkennen, jemanden zu entdecken, vielleicht etwas Besonderes wahrzunehmen, etwas, das einen lichten Moment verhieß. Und sofort rutschte ich aus, als wäre es strafwürdig, die Augen auch nur kurz von der Realität abzuwenden. Doch noch vor dem eigentlichen Erschrecken, der Angst und der Resignation angesichts des sich einstellenden Unvermeidlichen, spürte ich eine haltende Hand, eine warme Hautberührung. Ein Blick in fremd vertraute Augen, ein Lächeln, ein wiederkehrendes Gefühl erleichterter Beruhigung. Mit einem Dank ging ich weiter, wissend, dass der Nebel nicht von Dauer sein könne.</description>
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    <dc:date>2009-10-10T19:24:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5971844/">
    <title>Rezeptfrei</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/5971844/</link>
    <description>Wenn du meinst, du hast ein Problem mit dir, dann lauf 5 km durch den Wald, so schnell du kannst. Anschließend kannst du vorsichtig nachschauen, wie es dem Problem so geht. Wenn es überhaupt noch da ist, dann sitzt es vermutlich völlig erledigt und verängstigt hechelnd in der hintersten Ecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;391&quot; alt=&quot;DSC00030&quot; width=&quot;293&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/punctum/images/DSC00030.jpg&quot; /&gt;</description>
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    <dc:date>2009-10-02T12:56:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5963595/">
    <title>Ausnahme</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/5963595/</link>
    <description>Ich mag ja diese sogenannten Stöckchen nicht. Aber es muss auch mal Ausnahmen geben - und für diesen Blogger mache ich gern eine Ausnahme. Also bitte nachschauen bei Herrn &lt;a href=&quot;http://www.tiniaden.twoday.net&quot;&gt;Tinius&lt;/a&gt; - besonders Herr &lt;a href=&quot;http://www.steppenhund.twoday.net&quot;&gt;Steppenhund&lt;/a&gt;, Frau &lt;a href=&quot;http://www.nimmermehr.twoday.net&quot;&gt;Iggy&lt;/a&gt; und Frau &lt;a href=&quot;http://www.walkuere.twoday.net&quot;&gt;Walküre&lt;/a&gt;, denen ich dieses Dingsda übergeholfen habe. Mögen sie mir bitte keinen Korb geben...</description>
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    <dc:date>2009-09-27T19:10:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5963049/">
    <title>Wie weit ist es bis nach Dawson City?</title>
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    <description>Nach zehn Jahren des Nichtsehens schien er kaum verändert - immer noch diese berückenden blauen Augen, die angenehm beruhigende Stimme, der man einfach nur zuhören mochte. Die Erzählungen von seiner Arbeit, seinen beruflichen Erfolgen klangen nach Zufriedenheit, strahlten Sicherheit aus, ebenso wie die nett eingerichtete Wohnung. Demnächst würde er sich nach einer passenden Partnerin umsehen, vielleicht ein, zwei Kinder haben - mit einem Augenzwinkern eher beiläufig ins Gespräch eingestreut. Was spräche auch gegen ein solch nettes Glück, ein Arrangement der Zufriedenheit? &lt;br /&gt;
Da sah ich es in der Ecke des Zimmers, auf einem kleinen Tischchen, halb vergraben von Büchern und dem Raum etwas abgewandt - das alte Foto, das ich ihm vor vielen Jahren mal geschenkt hatte. Schneetragende Felsenspitzen, überhoch ragend über dem Tal des Flusses, dessen wilder Macht ein Kajak ausgeliefert schien. Eine Erinnerung an unsere Kindheit, in der wir davon geträumt hatten, die Goldgräberstädte am Yukon zu erobern, mit Spitzhacke und Hundeschlitten zu unserem Claim aufzubrechen, in eisiger Einsamkeit, mit stets bedrohlichen, aber immer gemeisterten Gefahren. Wir hatten uns vorausschauend ein Konstrukt aus verschiedenen Sieben gebastelt, sämtlich geklaut in der elterlichen Küche, und am nahen Bach schon mal versucht, zumindest etwas Gold für die Finanzierung der Reise zu waschen.  Und der zwar gutmütige, aber mit unseren Anforderungen an einen wirklich guten Schlittenhund leicht überforderte Golden Retriever der Nachbarn musste im Winter eine zeitlang unsere ersten Versuche als Musher ertragen. Unsere tiefgreifenden Kenntnisse schöpften wir aus diversen Abenteuerbüchern über den rauhen Zauber des Goldgräberdaseins. Wir lasen alles von Jack London, später dann auch James A. Micheners &quot;Klondike&quot;, legten Vorratslager für die Verpflegung an und versuchten uns mehr oder weniger erfolgreich am Bau von Schneehöhlen. &lt;br /&gt;
Ich strich lächelnd über das Bild und kramte aus meiner Tasche die Zeitung, die ich ihm mitgebracht hatte. Ungläubig las er das, was ich für ihn angestrichen hatte: Dawson City, hin und zurück: nur 536 &#8364;! - Was?! So billig ist das, so einfach soll das gehen?! Was für ein Mist! Er legte die Zeitung zusammen und schob sie zur Seite. Dawson City war einfach doch zu weit entfernt.</description>
    <dc:creator>punctum</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 punctum</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-27T12:07:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5908845/">
    <title>Tagesblicke</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/5908845/</link>
    <description>Die Kassiererin trägt ein Schild auf der Brust: &quot;Ich bin freundlich!&quot; - Es mutet ein wenig wie eine Drohung an. Über dem Schild ein sehr, sehr müdes Gesicht. Es ist hoffentlich nicht die Freundlichkeit, die so müde macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Himmelsherz, umrahmt von rauchigen Wolken. Die Wolken ziehen schnell weiter, bilden neue Formen, aber ich bin sicher, dass das Herz noch irgendwo da oben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein schöner Auftrag, der mir Zeit nimmt, aber das ganze Auf und Ab der manchmal elenden Freiberuflichkeit auf eine angenehme Seite zieht. Ein wenig verpasse ich die letzten Sommertage, aber es bleiben immer noch diese warmen Nächte mit dem klaren Blick und den verglühenden abgebrochenen Sternenzacken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schuldig gebliebene Briefe. Ich schreibe dennoch den einen, den ich nicht schuldig bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2009-08-28T19:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5877857/">
    <title>Augusttraum</title>
    <link>http://punctum.twoday.net/stories/5877857/</link>
    <description>Der Traum, verwirrt vom himbeerfarbenen Duft der Rosen, scheint dem Juni nachzutrauern mit seinen leichten Schritten in frischem Gras. Grillensingen schwingt sich durch&apos;s offene Fenster, von leiser Nachtluft getragen, die mir tröstend über&apos;s Gesicht streicht. Wäre ich nicht so tief versunken, ich könnte die Sternschnuppen sehen. Ich könnte mir wünschen, der Sommer ginge nie vorbei. Der Sommer war ewig - für einen Moment.</description>
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    <dc:date>2009-08-14T15:34:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Medienwirksam</title>
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    <description>In Brasilien soll ein TV-Moderator die Erhöhung der Einschaltquoten für seine Sendungen über Kriminelle und ihre Verbrechen höchst tatkräftig selbst in die Hände genommen haben. Näheres &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/vermischtes/article4309700/TV-Moderator-soll-fuer-Quote-Morde-befohlen-haben.html&quot;&gt;hier&gt;&gt;. &lt;/a&gt;Wenn das stimmt, ist die Idee ganz ungeheuer pfiffig, das heißt, eigentlich eher nur ungeheuer.</description>
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    <dc:date>2009-08-14T11:12:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5868655/">
    <title>Ausgegraben...</title>
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    <description>... und für &quot;immer schön&quot; befunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <dc:date>2009-08-09T20:31:00Z</dc:date>
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    <title>Frühstück im Hotel</title>
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    <description>Es war eindeutig der Frühstücksraum, der für mich den besonderen Reiz, das Angenehme des kleinen Hotels ausmachte. Die Zimmer beengten eher, wenn sie auch in ihrer schlichten Einrichtung durchaus erträglich schienen und jedenfalls für meine immer recht kurzen beruflichen Aufenthalte ihren Zweck erfüllten. Aber der Frühstücksraum! Er verband in seinem großzügigen Schnitt die wohnlichen Vorzüge der alten Villa wunderbar mit einem geradlinigen Geschmack, der auf unaufdringliche warme Farben und das durch die großen Fenstertüren reichlich einfallende Licht setzte. Das einfache und eher funktionale Mobiliar hatte nichts von dem verstaubten Plüsch an sich, den man intuitiv hinter solch alten Mauern vermuten würde  es ließ dem Zauber des Hauses seinen unbestritten großen Auftritt. Und man hatte außerdem, als Wohlfühldraufgabe sozusagen, einen bezaubernden Blick auf den nahen See. Vor meinen Terminen am späten Vormittag verbrachte ich also jeweils mindestens eine Stunde beim Frühstück, blätterte in einer Zeitung oder einem Buch und schwatzte auch ab und an mit J., der sich als Inhaber des Hotels gern persönlich seinen wenigen, meist geschäftsreisenden, Gästen widmete. Die persönliche, geradezu intime Atmosphäre brachte es mit sich, dass man auch den einen oder anderen wiederkehrenden Gast schon kannte und sich so in vertrautem Erkennen freundlich zunickte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Morgen hatte ich die Stille des Raumes ganz für mich allein. Ich sah auf den See, der sich gerade erst von den diesigen Nebeln eines Herbstmorgens befreit hatte, und widmete mich völlig ungestört meinen Gedanken. Dann allerdings erschienen doch noch zwei Frühstücksnachzügler, die an einem der etwas entfernteren Tische Platz nahmen. Ihn hatte ich schon mehrfach gesehen, er hatte mich sogar einmal auf Empfehlung von J. freundlich und charmant beim Einstellen des Drahtlosanschlusses an meinem Notebook beraten. Sonst war er immer allein, in akkurater Geschäftskleidung, was mich vermuten ließ, dass er als Firmenberater oder Ähnliches zu tun hatte. Diesmal jedoch kam er in Begleitung einer Frau. Eine stattliche, herbe Schönheit mit langen, rötlich getönten Haaren, etwas mehr als dezent geschminkt und womöglich, ich schätzte ihn auf Ende Dreißig, ein paar Jahre älter als er. Sie redete in einem etwas streng klingenden Ton auf ihn ein, während er eher still blieb, ab und an zustimmend nickte, sich ihr aber scheinbar ganz untergab. Schließlich stand er auf, wählte vom Buffet verschiedene Köstlichkeiten und brachte sie zu ihr an den Tisch. Sie war nicht ganz zufrieden, und er ging noch einmal zurück, bis auch er sich dann zu ihr setzen konnte. Vom Gespräch selbst verstand ich nur Wortfetzen, aber es war klar, dass sie den Dialog dominierte, auf eine intelligente und nicht unfreundliche, aber doch irgendwie anstrengende Art. Es interessierte mich, ich hätte gern noch länger zugeschaut, aber es war inzwischen schon einigermaßen spät, und ich musste gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa vier Wochen später, bei einem erneuten kurzen Aufenthalt in diesem kleinen Hotel, bereitete ich mich schon auf meine Abreise vor, nahm mir aber, wie immer, noch einmal Zeit für eine Stunde Ruhe im Frühstücksraum. Und wiederum erschien der gleiche Mann  dieses Mal in Begleitung einer blonden, zarten Frau, die ihn aus großen blauen Augen ganz offensichtlich anhimmelte. Sie schien mir sehr jung, sehr mädchenhaft und trotzdem sehr weiblich mit ihrem schlanken Körper und dem sehr feinen Gesicht. So ein Elfenwesen, das unweigerlich männliche Beschützerinstinkte weckt und beliebig mit männlichem Begehren spielen kann. Sie lächelte ihn auf eine bezaubernde Art fortwährend an, streichelte sanft seine Schulter, während sie sich erhob, um diverse Dinge vom Buffet zu holen. Und er schien ihre Aufmerksamkeit und ihre offenkundige Verliebtheit sehr zu genießen. Ein glückliches Paar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Rezeption dann, ich bat um meine Rechnung, meinte ich eher beiläufig zu J., ich hätte Herrn S. erst kürzlich mit seiner Frau gesehen, es wäre aber auch schön zu beobachten, wie glücklich er gerade mit seiner Geliebten sei. J. schaute erst angestrengt nach unten, blätterte etwas in seinen Papieren, während sich in seinem Gesicht ganz offenkundig das Bemühen um Diskretion mit dem Wunsch nach Mitteilung stritt. Dann antwortete er aber doch: Nein, sehen Sie, genau das habe ich auch erst gedacht. Aber -  es ist genau andersrum. Diese Dame heute ist seine Frau, die andere ist die Geliebte! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zahlte meine Rechnung und beschloss, noch einen Spaziergang um den See zu machen.</description>
    <dc:creator>punctum</dc:creator>
    
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    <title>Zeitweise</title>
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    <description>Sich erbarmend schlingt die Zeit um alles ihren Mantel aus Wandelstoff, der erst dämmt, dann wärmt und irgendwann einmal vielleicht sogar ein wenig glitzert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/0ltAGuuru7Q&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/0ltAGuuru7Q&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
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    <dc:date>2009-07-28T22:22:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://punctum.twoday.net/stories/5823553/">
    <title>Am Rand der Party</title>
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    <description>Allmählich hatte ich genug von dieser Party, von den vielen Leuten, von denen ich nur etwa die Hälfte mehr oder weniger flüchtig kannte, von all dem Geschwätz, der Musik im Hintergrund, die  mich in einen Nebel aus Rhythmen tauchte. Zum Glück war ich allein da  ich konnte also auch einfach gehen, wenn ich das wollte. Aber soweit war ich noch nicht, ein Moment der Ruhe, ganz für mich allein, würde auch genügen. Eigentlich wäre ich lieber nach draußen gegangen, war aber unsicher, wie der zarte Stoff des neuen Kleides auf den Regenguss reagieren würde, und so begab ich mich, mit meinem Weinglas in der Hand, lieber etwas ins Abseits des Raumes, in eine etwas dunklere Ecke. Ich stellte mich an eines der halb geöffneten Fenster und achtete darauf, möglichst gut von einer der Säulen verdeckt zu sein. &lt;br /&gt;
Mit Frank würde ich später noch sprechen, jetzt wollte ich sein freundliches, aber verfolgend lauthalses Geschwätz einfach nicht hören. Es war schon merkwürdig mit ihm  er war einer der intelligentesten Menschen, die ich kannte, außerdem sehr unterhaltsam, sehr einfallsreich, voller kluger Gedanken. Nur unter Alkoholeinwirkung, und er hatte an diesem Abend schon einiges getrunken, war er schwer erträglich. Seine Witze wurden dann schmierig, die Stimme schnappte über, das Gelächter, grundlos manchmal, tönte zu laut, zu aufdringlich. Kein Grund, ihm die Freundschaft zu kündigen, aber jetzt konnte ich ihn einfach nicht gebrauchen. Ich wollte nur allein sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von etwas außerhalb gesehen, nahm die Party maskenhafte Züge an, zwischen Schauspiel und Unwirklichem. Ich liebe solche Momente des Betrachtens von außen, in denen man sich in einer Zwischenwelt wähnt, in denen man nicht wirklich einbezogen, aber auch nicht wirklich außerhalb ist. Man kann sich dann entscheiden, ganz zu gehen, ganz allein mit sich zu sein, oder sich wieder gefangen nehmen zu lassen vom Vielgewirr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Meter weiter hatte sich noch eine Frau zurückgezogen, Mitte Dreißig vielleicht, in einem schlichten hellgelben Kleid. Ich kannte sie eher flüchtig vom Sehen, von anderen solchen Partys. Eine Schulfreundin der Gastgeberin, glaube ich, ich konnte mich in dem Augenblick aber nicht einmal an ihren Namen erinnern. Sie schien diesen kurzen Moment der scheinbaren Stille wie ich zu brauchen. Sie war keine besonders attraktive Frau, unauffällig, nicht sehr groß, nicht schlank, nicht dick, eher in allem so in der Mitte, aber mit einem fein geschnittenen freundlichen Gesicht. Eigentlich hatte sie gar nichts Spektakuläres an sich. Ich wette, es passierte ihr eher selten, dass sich auf der Straße ein Mann einfach nur so nach ihr umdrehte. Viel wahrscheinlicher war, dass sie gar nicht erst wahrgenommen würde. Trotzdem  sie war nett. Von so einer gewissen sympathischen Grundnettigkeit, die zwar manchem sicher langweilig erscheinen mag, die aber auch Vertrauen hervorruft, vor allem in genau den Situationen, die eine verlässliche Person erfordern. Wenn ich mich denn hätte in diesem Moment unterhalten wollen, dann wahrscheinlich am ehesten noch mit ihr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich überlegte tatsächlich kurz, ob ich nicht zu ihr gehen sollte, als von der anderen Seite des Raumes, ebenfalls aus dem Außen, ein Mann zu ihr trat. Ihn, der ebenfalls völlig unauffällig aussah und wirkte,  etwas schüchtern und nichtssagend vielleicht sogar, kannte ich auch nicht näher. Ich hatte ihn nur mehrmals schon mit seiner Frau, einer wirklich aufregenden, und mir grässlich nervig erscheinenden, fülligen Brünetten gesehen. Sie war genau der Typ, der jede noch so große Runde sofort in einen klammernden Bann zieht, sämtliche Gespräche bestimmt, aber in einer auch so wenig tiefsinnigen und feinfühligen Art, dass man anschließend das Gefühl eines verlorenen Abends hat. &lt;br /&gt;
Zum Glück war er jetzt wenigstens allein, und auch er schien sich in diesem kleinen Moment des Entferntseins von Lärm und Menschen sehr wohl zu fühlen. &lt;br /&gt;
Er sprach die Frau in dem gelben Kleid an, und ich meinte, ihre reservierte, geradezu ablehnende Mimik deutlich erkennen zu können. Ich erwog bereits einen Rettungsversuch zu ihrer Befreiung, als ich sie lachen hörte.  Sie sprachen miteinander. Es war schon erstaunlich: Diese beiden Menschen, die sich eigentlich gar nicht kannten, die beide eher zurückhaltend und still waren, unterhielten sich miteinander ganz offensichtlich wunderbar. Sie gestikulierten lebhaft, kicherten, schienen sich gegenseitig ins Wort zu fallen, um Sätze des anderen zu vollenden, berührten sich im Gespräch ganz natürlich an Händen und Armen. In ihrer gewählten Außenposition waren sie auf einmal zweisam, miteinander. &lt;br /&gt;
Und was ich noch sah, traf mich als  elektrisierende Erkenntnis: So unspektakulär wie sie jeder für sich wirkten, so perfekt waren sie als Paar! Sie waren perfekt. So etwas von vollkommener Harmonie zweier Menschen, wie sie überhaupt nach außen dringen kann, hatte ich eigentlich niemals zuvor so deutlich gesehen. Als wären sie ein Ganzes. Ich war völlig fasziniert von diesem Bild einer Vollendung, das ich mir noch Minuten vorher nicht hätte vorstellen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dauerte gar nicht lang, vielleicht fünfzehn, zwanzig Minuten, dann tauchte die  laute Brünette aus dem Gewimmel auf  und zog ihren Mann mit sich. &lt;br /&gt;
Am liebsten hätte ich mich eingemischt, hätte sie gehindert am Stören solch seltener Harmonie, die mir als etwas ganz Besonderes, als etwas Wünschenswertes erschien, aber da hatte Frank mich nun doch entdeckt und lenkte durch sein Geschwätz meine Aufmerksamkeit ab. &lt;br /&gt;
Später dann, zu Hause, klang die Beobachtung noch lange in mir nach. Und ich hoffte sehr, dass nicht nur ich es gesehen hatte.</description>
    <dc:creator>punctum</dc:creator>
    
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    <title>Lebensanfang...</title>
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    <description>Beim Nachdenken darüber, in welcher Lebensphase eine nahezu symbiotisch gelebte Partnerschaft überhaupt möglich ist, fiel mir dieser alte Witz ein, den ich einmal in einem Buch gelesen hatte (ich komme nur gerade nicht darauf, in welchem. Chesterton?). Also:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein katholischer Priester, ein evangelischer Pastor und ein Rabbi werden gefragt, wann das Leben wohl anfängt. Der Priester antwortet: &quot;Das Leben fängt bei der Zeugung an.&quot; Der evangelische Pastor sagt: &quot;Das Leben beginnt mit der Geburt.&quot; Der Rabbi streicht sich nachdenklich über den Bart und meint: &quot;Das Leben fängt an, wenn der Hund tot ist und die Kinder aus dem Haus sind!&quot;</description>
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