also
wenn ich im moment so die nachrichten höre, lese oder sehe, dann neige ich fast dazu, mit jurek beckers "aller welt freund" in der hand auf dem küchentisch platz zu nehmen. kinder erschlagen kinder. (fast)kinder stechen um sich. erdbeben töten 4.600 menschen. den rest geben mir dann immer noch gerundete zahlen der opfer (obwohl nachrichtentechnisch natürlich verständlich). ist es eigentlich egal, ob es beinahe 4.600 tote sind oder mehr als 4.600? für uns beim lesen schon. aber mit sicherheit ist es nummer 4.599 höchstpersönlich ganz und gar nicht egal, ob sie/er/es lebt oder nicht. wer ist oder war nummer 4.599? ein kind vielleicht? eine mutter? ein vater? ein mensch, der pläne und wünsche hatte und ganz und gar nicht tot sein wollte. vielleicht gerade frisch verliebt und voller träume? für uns reduziert auf eine gerundete zahl... manchmal wirklich schwer auszuhalten. gibt's da eigentlich ein rezept: wie verkrafte ich die nachrichten?
punctum - 29. Mai, 00:03
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